Von dieser Tour berichtet uns A. Klein
Am 14. Juni 2011 habe ich eine ganz neue Erfahrung mit und über meine Damen von der Bauch-Beine-Po-Gruppe des TV "Fr.-L.-Jahn" gemacht. Ich bin bereits Seit Oktober 2008
dabei und habe mich von Anfang an bei den für mich älteren Damen, ja sie sind etwas älter als ich, wohl gefühlt. Obwohl ich nun schon so lange dabei bin, habe ich noch
keine Fahrradtour mitgemacht und ich war mächtig gespannt. Die Tour war mir bekannt und für mich ist sie eindeutig zu leicht. Aber es sollen ja alle mitmachen und Freude
dran haben. Und die hatte ich auf jeden Fall, denn endlich hatten wir mal endlos Zeit zu reden, zu lachen und auch über unsere Ängste und Sorgen zu sprechen. Denn
während des Sportes stört es meistens doch und im Alltag hat auch nicht jeder Zeit, sich stundenlang über dies und das auszulassen. Und von Dies und Das gibt es doch so
viel.
So sollte es mich eigentlich nicht wundern, dass wir schon Startschwierigkeiten hatten. Denn jeder hatte schon mal mit der Begrüßung ganz wichtige Neuigkeiten
mitzuteilen. Und da unsere Ursel aufgrund einer Knieerkrankung schon lange nicht mehr bei uns sein konnte, hatte sie auch zu berichten. Versteht sich von selbst, dass
wir dadurch in den Genuss eines Autos für den Transport unserer Habseligkeiten kamen. Als endlich alles geregelt war, sind wir dann doch losgefahren und unser jüngster
Radler hat sich gleich mal vorn an die Spitze geradelt. Ehrensache, dass auch wir "Alten" mithalten wollten. Nur mit der Strecke waren wir uns dann nicht so ganz einig.
Vorn wurde geradeaus geradelt, hinten wurde rechtsrum gebrüllt. Zu spät, aber bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom und so auch in die Reimannstraße.
Von dort aus fuhren wir dann den Altmarkrundkurs bis zum nächsten Kirschbaum. Richtig, weiter kamen wir nicht, weil diese nämlich reif waren und zum naschen eingeladen
haben. Außerdem veranstaltete unsere Bärbel mit Ole mal einen zünftigen Kirschkernweitspuck-Wettbewerb, den in meinen Augen Ole haushoch gewann. Nachdem wir den nächsten
Aufbruch geschafft haben, kamen wir auch schon beim nächsten Halt an, der diesmal sogar geplant war. Ich selbst war noch gar nicht richtig in Schwung gekommen, aber die
Uhr und diese Picknick-Bank bewiesen, dass es Zeit für ein Mittagspicknick war. Wir fanden zwar nicht alle Platz auf der Bank, aber es gab auch herrliche Steine, um sich
draufzusetzen. Und es war unglaublich, was alles aufgetischt wurde: Nudelsalat, köstliche Bratklöpschen, warme Wiener, gekochte Eier, Kräuterbutter, Baguettes, Käsesalat
und und und. Wir haben gegessen, geredet, geteilt, gegessen, geredet und gelacht. Bei dem Wetter lachte auch die Sonne mit und das tat uns gut. Aber zu heiß war es auch
nicht, genau richtig für eine Radtour. Nach einer richtig langen Mittagspause schafften wir es tatsächlich auf die Räder und wir fuhren bis zum Märchenpark durch. Naja,
bis auf die Überlegungen, welchen Weg wir nehmen, denn es gab für alle Wege einleuchtende Argumente. Angefangen von: "dort lang, der Radweg führt durch Felder" bis "Durch
das Dorf, dort können wir uns schöne Häuser ansehen" hat ja alles seine Berechtigung.
Im Märchenpark angekommen haben wir auch bald den Spielplatz und eine schöne überdachte Nische gefunden. Den Spielplatz für unseren 6jährigen Ole und die Nische für uns,
die Kaffeedurst hatten. Natürlich war der Kuchen auch nicht zu verachten, wobei man auch gleich die Geschichte erfuhr, woher das Rezept stammt, wer lieber mit Hefe oder
Quark-Öl-Teig backt und doch am liebsten die Ränder vom Kuchen isst. Natürlich hatten wir nicht nur diese Themen, sondern auch die aktuellen Dauerbrenner Arbeitslosigkeit,
EHEC und Urlaubsziele. Wobei wohl keinem gesagt werden muss, welches Thema das Schönste ist.
Im Märchenpark vergeht nicht nur für Kinder die Zeit schnell, sondern auch für Erwachsene. Denn man kann dort ungestört sitzen und die Gemeinschaft genießen oder sich
auch mal alleine oder zu zweit durch den Park treiben lassen. Mitnehmen kann dort jeder etwas: gute Erinnerungen, Rosenblätter, Entspannung oder Anregung - ich jedenfalls
habe ganz viel mitgenommen. Nämlich: mit meiner Sportgruppe kann ich mehr, als nur Sport treiben.